Bei Arbeiten in Kanälen und Schächten ist auf eine Vielzahl von Sicherheitsrisiken zu achten. Neben der Absturzgefahr besteht oftmals die unsichtbare Gefahr durch Sauerstoffmangel, brennbare und toxische Gase.

Um an solchen Arbeitsplätzen sicher Arbeiten zu können, ist eine gründliche Gefährdungsbeurteilung unerlässlich.

Häufige Risiken sind vor allem:

  •   Abstürzen bzw. Hineinstürzen
  •   gefährliche Atmosphäre im umschlossenen Raum
  •   Infektionsgefahr
  •   Gefährdungen durch das angewandte Arbeitsverfahren
  •   Gefährdungen durch Einrichtungen in engen Räumen
  •   Hochwasser im Kanalsystem

Die Arbeiten in diesem Bereich dürfen nur ausgeführt werden, wenn diese Risiken für das Personal ausgeschlossen werden können. Die Arbeiten dürfen nur mit einem gültigen  Erlaubnisscheins durchgeführt werden, auf dem die gewählten Schutzmaßnahmen dokumentiert werden. Ab einem Abstieg von einem Meter muss gegen Absturz gesichert werden; in der Regel wird der Anwender mit einem Dreibein (Artikelnummer P3123) mit Höhensicherungsgerät inklusive Rettungshubfunktion (P3122) gegen Absturz geschützt. Diese Kombination bietet zum einen eine wirksame Absturzsicherung und beinhaltet zudem ein Rettungskonzept. Im Notfall kann die zweite Person den Verunfallten über die Rettungshubfunktion des Höhensicherungsgerätes wieder schnell an die Oberfläche bringen. Ein weiteres Plus ist die Kombination des Dreibeins mit einer zusätzlichen Lastenwinde (Artikelnummer P3123W). Hierdurch kann das Dreibein dem Personenschutz dienen, als auch Lasten wie z. B. Armaturen und Werkzeug sicher in die Tiefe befördern.

Für oft frequentierte Bereiche, oder solche, wo ein Dreibein keine Anwendung findet, wie z.B. große Becken in Kläranlagen, eignet sich unser Kragarm (P3135). Dieser wird mittels Wandkonsole (P3132) oder Bodenkonsole (P3132B) an der Arbeitsstelle arretiert. Der Kragarm bietet die Möglichkeit das Rettungshubgerät P3122 sowie die Lastwinde P3123W einzusetzen. Nach der Tätigkeit kann der Kragarm aus der Konsole entnommen werden. Dies hat den Vorteil, mit einem Kragarm mehrere Arbeitsplätze sicher gestalten zu können.

Muss sich der Anwender nach dem Erreichen der Sohle aus dem Höhenssicherungsgerät aushängen, um z. B. in einen Kanal zu gehen, kann dies problemlos mit unserem Auffanggurt Pasa 100 (Artikelnummer 121100) gelöst werden. Dieser vollwertige Auffanggurt ist dank seiner Schnellverschlüsse gut anzulegen. Das Aushängen und erneute Einhängen der Absturzsicherung aus der rückwärtigen Auffangöse des Gurtes ist mittels der integriertem 0,5 m Verlängerung für jede Person alleine durchführbar. Für die beschriebene Arbeitssituation ist ein weiterer Posten auf der Sohle notwendig, um den erforderlichen Sicht- oder Sprechkontakt halten zu können. Häufige Verletzungen entstehen in der Enge durch das Anprallen an Gemäuer und Bauteile. Guter Schutz gegen Anprallen bietet unser Industriehelm mit Kinnriemen (Artikelnummer 1701/IND).

In Abwassertechnischen Anlagen, wo die Gefahr durch Ertrinken besteht, schützt unser Auffanggurt mit kombinierter Schwimmweste (Artikelnummer 12116)

Auch an den Ernstfall sollte gedacht werden: Vor allem die Personenrettung gestaltet sich wegen der Enge schwierig. Hilfreiches Werkzeug für die Confined Space Rescue (Engrettung) ist unsere Rettungstrage (Artikelnummer 12169). Die Trage umschließt den Verunfallten sicher und läßt sich vertikal und horizontal, auch durch enge Öffnungen, bewegen. 


 
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