http://img.preising-shop.net/webshop/cms/BP-2013-05-Phasenauslese-01.jpg

Kabel- und Phasenauslese an Niederspannungskabeln kann mit herkömmlichen Ausleseverfahren, die auch in Mittelspannungsnetzen verwendet werden, im geerdeten und kurzgeschlossenen Zustand durchgeführt werden. Dabei wird ein Signal von einem Sender in das Kabel eingespeist, ein Auslesegerät detektiert das Signal auf dem Kabel und zeigt im positiven Fall ein Ausleseergebnis an.

Die unterbrechungsfreie Versorgung des Kunden ist ein Ziel, das auch von der Bundesnetzagentur gesetzt wird und im Falle der Versorgungsunterbrechung finanziell sanktioniert wird. Der Betreiber eines Versorgungsnetzes ist daher daran interessiert, möglichst viele Arbeiten im laufenden Betrieb auszuführen. Abschaltungen werden soweit möglich vermieden. Folge davon ist z.B. das Arbeiten unter Spannung (AuS). Auch für die Kabelauslese stehen inzwischen Geräte wie das FC 5300 zur Verfügung, die die Auslese von Kabeln und Phasen im laufenden Betrieb ermöglichen, ohne Versorgungsunterbrechung.

Da ein gesendetes Signal in einem Niederspannungsnetz auf allen galvanisch verbundenen Kabeln zu finden ist, arbeitet das FC5300 nach einem anderen Prinzip. Ein Modulator wird als eine Art Verbraucher angeschlossen und erzeugt ein definiert getaktetes Stromsignal, das von der Ausleseeinheit überall auf der Verbindung zwischen der Stromquelle und dem Modulator detektiert werden kann.

Folgende Anwendungen sind typisch für das FC5300:

  • Arbeitsvorbereitung von Hausanschlüssen: Das Kabel in einem Kabelgraben wird ausgelesen, damit der Anschluss planmäßig erfolgen kann. Dadurch wird erreicht, dass die Last der Verbraucher gleichmäßig auf die Versorgungskabel verteilt werden kann. Ebenso kann vermieden werden, das versehentlich ein Mittelspannungskabel bearbeitet wird.
  • Arbeitsvorbereitung zum Anschluss dezentraler Energiequellen: Einphasig einspeisende Solaranlagen können beispielsweise eine Schieflast erzeugen, wenn der Großteil der Anlagen in einem Gebiet an einen der drei Außenleiter angeschlossen werden. Dafür müssen L1, L2 und L3 genau bekannt sein. Verwechselungen der Leiter beim Hausanschluss und bei Verbindungsmuffen sind nicht ungewöhnlich. Mit einem Auslesegerät werden die Leiter eindeutig identifiziert und können exakt den Außenleitern des Systems zugeordnet werden.
  • Arbeitsvorbereitung beim Einsatz flinker Arbeitssicherungen: Zum Schutz der Elektrofachkraft, die Arbeiten unter Spannung ausführt werden auch flinke Arbeitssicherungen eingesetzt, die im Falle eines Erd- oder Kurzschlusses deutlich schneller abschaltet als eine herkömmliche NH-Schmelzsicherung. Dadurch wird die zu erwartende Lichtbogenenergie und damit das Verbrennungsrisiko wesentlich reduziert. Es ist daher zwingend erforderlich, das Kabel, an dem unter Spannung gearbeitet wird zu identifizieren. Versehentliches Arbeiten an einem parallel verlaufenden Kabel hebt den Schutz der flinken Sicherung auf.
  • Kartographierung des Netzes: Veränderungen bei den Unternehmen in der Energiebranche führen dazu, dass Netze übernommen werden, die nicht gemäß des eigenen Planungsstandards dokumentiert und gekennzeichnet sind. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein für die zukünftige Planung die notwendigen Daten im laufenden Betrieb zu ermitteln. Auch diese Aufgaben können zum Teil mit dem FC 5300 erledigt werden. Weitere Möglichkeiten bietet das FC 4000, welches in Relation zu einer zentralen Basisstation nicht nur Phasen identifizieren kann, sondern auch den Wert des Phasenwinkels messen kann.

 

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Informationen benötigen oder einen Vorführtermin vereinbaren möchten.

 

 

 

 
 
 © 2018 Preising GmbH & Co. KG · TEL. (0 22 69) 2 88 · FAX (0 22 69) 78 38 · D-51688 OHL/WIPPERFÜRTH
IMPRESSUMDATENSCHUTZAGBSITEMAP 
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.